GBSE IM
WisdomTree Physical Gold - EUR Daily Hedged

Veröffentlicht am 11. November 2025
Ein neues Zeitalter für Anlagen in Gold
Gold hat im Jahr 2025 eine spektakuläre Rallye hingelegt und ist auf dem besten Weg, die höchsten Renditen seit den 1970er-Jahren zu erzielen, als das Edelmetall in den USA erstmals als Anlagewert zugelassen wurde. Zwar herrscht heute keine Hyperinflation wie damals, doch das Vertrauen der Anleger in Gold als Sachwert ist mit voller Wucht zurückgekehrt, angeheizt durch beispiellose politische Unsicherheit, hohe Staatsverschuldung und Befürchtungen einer fiskalpolitischen Dominanz (eine Situation, in der die Fiskalpolitik die Geldpolitik effektiv diktiert oder einschränkt). Das bedeutet, dass die Entscheidungen der Zentralbank in erster Linie von der Notwendigkeit der Finanzierung der Staatsverschuldung beeinflusst werden und nicht von ihren üblichen Zielen wie der Kontrolle der Inflation oder der Stabilisierung der Wirtschaft.
Aus unseren Kundengesprächen geht eines klar hervor: Die Frage lautet nicht mehr, ob man in Gold investieren soll, sondern wie viel und vor allem über welche Anlageinstrumente.
Anlegerstimmung: Gold als zentrale Allokation
Die Umfrage von WisdomTree aus dem Jahr 2025 unter 802 Teilnehmern ergab, dass Anleger derzeit durchschnittlich 5,7 % ihres Portfolios in Gold halten, was in etwa der Allokation in Staatsanleihen aus Industrieländern entspricht.
Darüber hinaus planen fast 38 % der Befragten, ihr Engagement in Gold zu erhöhen, da sie die anhaltende Bedeutung von Gold sowohl als Diversifikationsinstrument für ihr Portfolio als auch als Absicherung in Zeiten von Marktstress erkennen. Auf die Frage nach dem effektivsten sicheren Hafen in einem risikoaversen Umfeld nannten Anleger Gold an erster Stelle, deutlich vor dem US-Dollar und US-Staatsanleihen.

So greifen Anleger auf Gold zu
Auf die Frage „Wenn Sie Ihr Engagement in Gold aufbauen oder erhöhen würden, wie würden Sie dies am ehesten umsetzen?“ wählten 39,4 % der Anleger börsengehandelte Gold-Rohstoffe (ETCs).
Im Gegensatz dazu lagen physische/zugewiesene Aufbewahrung (19,7 %), Futures/Optionen (19,6 %) und Goldminenaktien (18,6 %) weit zurück.

Diese Ergebnisse zeigen, dass Anleger die Vor- und Nachteile verschiedener Zugangsmöglichkeiten abgewogen haben und sich für diejenige entschieden haben, die Kosteneffizienz, einfache Ausführung und unkomplizierte Handhabung bietet – alles wesentliche Stärken der ETP-Struktur (börsengehandeltes Produkt).
Die wichtigsten Möglichkeiten für Goldengagements
Physisches Gold: greifbar, aber teuer
Der traditionellste Weg ist der direkte Kauf von Gold in Form von Goldbarren oder geprägten Münzen bei autorisierten Händlern. Das gewährleistet das vollständige Eigentumsrecht und eliminiert das Kontrahentenrisiko, was für Anleger, die Wert auf den physischen Besitz legen, eine beruhigende Aussicht ist.
Dieser Ansatz ist jedoch mit erheblichen Kosten und logistischen Herausforderungen verbunden: Herstellungs- und Händleraufschläge, sichere Aufbewahrung und Versicherung. Daher eignet sich physischer Besitz in der Regel am besten für langfristige Anleger, deren Schwerpunkt eher auf dem Vermögenserhalt als auf taktischen Engagements liegt.
Gold-Futures: gehebelt, aber anspruchsvoll
Futures-Kontrakte ermöglichen ein gehebeltes und kapitaleffizientes Engagement im Goldpreis. Sie bringen jedoch auch Komplexität mit sich. Die Renditen hängen von der Form der Terminkurve ab. Befinden sich die Märkte im Contango (Terminkontrakte mit längerer Laufzeit über dem Spotpreis), können die Rollkosten die Renditen schmälern.
Die Verwaltung von Futures-Positionen erfordert ebenfalls Margin-Einlagen und Know-how, sodass sie eher institutionellen oder erfahrenen Anlegern vorbehalten sind als Privatanlegern.
Goldminenaktien: gehebelt, aber unvorhersehbar
Aktien von Goldminenbetreibern bieten in der Regel ein verstärktes Engagement im Goldpreis, wobei die Gewinne bei steigendem Goldpreis überproportional wachsen können. Das resultiert häufig in höheren Renditen im Vergleich zu dem Edelmetall selbst. Diese Hebelung wirkt jedoch in beide Richtungen.
Bergbauaktien sind mit operativen, geopolitischen und kostenbedingten Risiken konfrontiert, die nichts mit dem Goldpreis zu tun haben, sodass sie häufig von der Entwicklung des Goldpreises abweichen. Für viele Anleger dienen sie am besten als Ergänzung und nicht als Ersatz für ein direktes Engagement in Gold.

| Annual average returns | Standard Deviation |
|---|---|---|
Gold | 11.50% | 17% |
Gold Miners | 5.52% | 39% |
Quelle: Bloomberg, WisdomTree. Von Oktober 2005 bis Oktober 2025.
Die historische Wertentwicklung ist kein Hinweis auf die künftige Wertentwicklung, und Anlagen können im Wert sinken. Gold ist der Spotpreis und Goldminen sind der NYSE Arca Gold Miners Index.
Gold-ETPs: effizient, transparent und zugänglich
Gold-ETPs haben seit ihrer Einführung Anfang der 2000er-Jahre den Zugang zu dem Edelmetall revolutioniert. Sie sind an großen Börsen notiert und können im Tagesverlauf gehandelt werden, sodass Anleger Goldpositionen genauso einfach kaufen oder verkaufen können wie Aktien.
Ihre Attraktivität liegt in der Kombination der Preisintegrität von physischem Edelmetall mit der Effizienz und Liquidität börsennotierter Wertpapiere. Anleger profitieren von der Wertentwicklung des Edelmetalls, ohne sich um dessen Besitz, Aufbewahrung oder Versicherung kümmern zu müssen.
Physisch besicherte Gold-ETPs halten derzeit weltweit fast 100 Millionen Feinunzen Gold, was ihre breite Akzeptanz sowohl bei institutionellen als auch bei privaten Anlegern widerspiegelt. Sie sind zum Standardinstrument für Anleger geworden, die ein effizientes, skalierbares und transparentes Engagement in Gold wünschen.
Physisch besicherte vs. synthetische Gold-ETPs
Nicht alle ETPs sind gleich strukturiert.
Für die meisten Anleger sind physisch besicherte Gold-ETPs nach wie vor die bevorzugte Anlageform, da sie das beste Gleichgewicht zwischen Sicherheit, Transparenz und präziser Nachbildung bieten.
Warum ETPs dominieren: Transparenz und Kosten
Unsere Umfrage bestätigt, dass „Transparenz“ (40 %) und „geringere Kosten“ (40 %) die beiden wichtigsten Faktoren für die Nutzung von ETFs (börsengehandelte Fonds) sind, gefolgt von einem besseren Zugang zu alternativen Anlagen wie Rohstoffen (36 %).
Auf die Frage, auf welche Anlageklassen sie am ehesten über ETFs/ETPs zugreifen würden, rangierten digitale Assets (28,6 %) und Gold (25,8 %) an erster Stelle.
Die strukturellen Vorteile von ETPs – Kosteneffizienz, Liquidität und Transparenz – sind genau die Faktoren, die Anleger nach eigenen Angaben am meisten schätzen.
Währungsabgesicherte Lösungen für europäische und britische Anleger
Anlegern, die sich über Währungsschwankungen sorgen, bietet WisdomTree währungsabgesicherte Goldengagements an, die darauf ausgelegt sind, Währungsschwankungen abzusichern. Damit erzielen Anleger, die in Euro und Pfund Sterling investieren, eine ähnliche Rendite wie Anleger, die in US-Dollar investieren.
Diese Strategien helfen Anlegern, die wesentlichen Vorteile von Gold – Diversifikation, Inflationsschutz und defensive Eigenschaften – ohne unerwünschte Währungsschwankungen zu nutzen.
Angesichts der anhaltenden makroökonomischen Unsicherheit bleibt die Rolle von Gold als Portfolioanker unbestritten. Die Debatte hat sich von der Frage, warum Anleger Gold halten sollten, zu der Frage entwickelt, wie sie dies tun sollten.
Die Daten sind eindeutig: Anleger bevorzugen mit überwältigender Mehrheit ETPs als moderne, effiziente und transparente Möglichkeit, in das Edelmetall zu investieren. Wer ein differenziertes Engagement anstrebt, findet in den währungsabgesicherten ETPs von WisdomTree (GBSE und GBSP) die Flexibilität, sich ganz auf den Substanzwert von Gold zu konzentrieren, ohne von Währungsschwankungen abgelenkt zu werden.

Head of Commodities and Macroeconomic Research, WisdomTree Europe
@NiteshShahWTNitesh Shah ist ein Finanzexperte mit über 24 Jahren Erfahrung in den Bereichen Research und Anlagestrategie. Als Head of Commodities & Macroeconomic Research bei WisdomTree Europa leitet er Marktanalysen und -einblicke für die verschiedenen Anlageklassen, wobei sein Schwerpunkt auf Rohstoffen und börsengehandelten Produkten liegt. Zuvor war er bei Moody's, HSBC Investment Bank, The Pension Protection Fund und Decision Economics tätig, wo er sein Fachwissen in den Bereichen Marktanalyse und Strategie vertiefte. Nitesh Shah hat einen Master-Abschluss in internationaler Wirtschaft und Finanzwesen von der Brandeis University und einen Bachelor-Abschluss in Wirtschaftswissenschaften von der London School of Economics. Seine Einsichten werden häufig in den Finanzmedien zitiert und er ist ein gefragter Redner bei Branchenveranstaltungen. Außerdem ist er Moderator des Podcasts „Commodity Exchange“, in dem er über Trends auf den globalen Märkten spricht. Nitesh Shah begeistert sich für die Beratung von Anlegern und bietet ihnen umsetzbare Erkenntnisse, die ihnen bei der Orientierung in der komplexen Finanzlandschaft helfen.