Wir befinden uns in einer radikalen Energiewende, die durch ein Zusammenspiel von ökologischen, politischen und technologischen Faktoren angetrieben wird. Auf der ganzen Welt findet eine Verlagerung von der Nutzung fossiler Brennstoffe wie Öl und Kohle hin zu kohlenstoffarmen Energiequellen wie Wind, Sonne und Lithium-Ionen-Batterien statt. Treibhausgasemissionen, die bei der Gewinnung und Verbrennung von Kohlenwasserstoffquellen entstehen, sind eine der Hauptursachen für den Klimawandel. Die Auswirkungen dieser Verlagerung werden weitreichend und umwälzend sein.
Das Übereinkommen von Paris aus dem Jahr 2015 mit seiner bahnbrechenden Verpflichtung, die Treibhausgasemissionen bis zur Mitte des Jahrhunderts auf ein Niveau zu begrenzen, das mit einer Erderwärmung von höchstens 1,5 °C bis 2 °C vereinbar ist, ist ein nützlicher Ausgangspunkt für Überlegungen zur Gestaltung der Energiewende. Angesichts des Bevölkerungswachstums und des steigenden Energiebedarfs wird die Herausforderung, die Emissionen zu reduzieren, enorm sein.
Bisher ist der Verbrauch an erneuerbaren Energien nicht schnell genug gestiegen, und die Elektrifizierung der Energieversorgung steht erst am Anfang. Die Abkehr von fossilen Brennstoffen und die Umstellung auf kohlenstoffärmere Energiequellen wird Jahrzehnte dauern und erfordert Anstrengungen an vielen Fronten. Um eine faire Chance zu haben, die Netto-Null-Ziele zu erreichen, bedarf es kontinuierlicher politischer und gesetzlicher Änderungen, veränderter Präferenzen von Anlegern und Verbrauchern und vor allem des technologischen Fortschritts in sämtlichen Branchen.